AEO, GEO, LLMO: Drei Abkürzungen, die Sie kennen sollten

Wer sich mit digitalem Marketing beschäftigt, stolpert derzeit über immer neue Abkürzungen. AEO, GEO, LLMO – Alle drei drehen sich um dasselbe Grundproblem: Wie bleibt ein Unternehmen sichtbar, wenn die KI die Art und Weise verändert, wie Menschen nach Informationen suchen? Die drei Begriffe klingen ähnlich, meinen aber unterschiedliche Dinge. Hier ist der Überblick.

Was steckt dahinter?

Klassische Suchmaschinenoptimierung (SEO) hatte ein klares Ziel: möglichst weit oben in der Google-Trefferliste erscheinen. Heute reicht das nicht mehr. Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer stellen ihre Fragen direkt an KI-Systeme und erhalten so eine fertig formulierte Antwort, ohne überhaupt auf eine Webseite zu klicken. AEO, GEO und LLMO sind drei Antworten auf diese Entwicklung, mit je eigenem Fokus.

AEO: Answer Engine Optimization

AEO steht für Answer Engine Optimization, auf Deutsch: Optimierung für Antwortmaschinen. Das Ziel ist, dass Ihre Inhalte von Suchsystemen als direkte Antwort auf eine konkrete Frage ausgespielt werden, zum Beispiel in den sogenannten Features Snippets von Google, also jenen hervorgehobenen Texten, die ganz oben in den Suchergebnissen erscheinen, noch vor den regulären Links.

AEO ist im Grunde eine Erweiterung von SEO: Es geht nicht mehr nur darum, gefunden zu werden, sondern darum, die Antwort zu sein. Ein KMU, das auf seiner Webseite klar und strukturiert erklärt, was ein Produkt kostet, wie ein Prozess funktioniert oder was bei einem Problem zu tun ist, hat gute Chancen, von Google direkt zitiert zu werden.

GEO: Generative Answer Optimization

GEO steht für Generative Engine Optimization un geht einen Schritt weiter als AEO. Hier geht es nicht mehr um klassische Suchmaschinen, sondern um KI-Systeme wie ChatGPT, Google AI Overviews oder Perplexity, also Systeme, die Antworten nicht einfach abrufen, sondern aktiv generieren.

Der entscheidende Unterschied: Diese Systeme ziehen ihre Informationen nicht nur von Ihrer eigenen Webseite, sondern aus einem breiten Ökosystem aus Fachportalen, Bewertungsplattformen, Social Media und anderen externen Quellen. Studien zeigen, dass nur 5-10 Prozent der Informationen, die generative Suchmaschinen ausspielen, direkt von der Webseite eines Unternehmens stammen. GEO bedeutet deshalb: Sichtbarkeit aufbauen, die über die eigene Domain hinausgeht – durch Gastbeiträge, Erwähnungen auf relevanten Plattformen und konsistente Markenkommunikation im gesamten digitalen Raum.

LLMO: Large Language Model Optimization

LLMO steht für Large Language Model Optimization und ist der spezifischste der drei Begriffe. Er beschreibt Massnahmen, die darauf abzielen, dass grosse Sprachmodelle, also KI-Systeme wie ChatGPT oder Claude, eine Marke, ein Unternehmen oder ein Thema korrekt und positiv repräsentieren, wenn Nutzerinnen und Nutzer danach fragen.

Während GEO eher auf die Sichtbarkeit in KI-gestützten Suchergebnissen abzielt, fragt LLMO: Was weiss das Sprachmodell über mein Unternehmen – und stimmt das? Das ist besonders relevant für Unternehmen, die in Entscheidungsprozessen vorkommen möchten in denen Menschen eine KI direkt um eine Empfehlung bitten: „Welche Digitalagentur in St. Gallen ist empfehlenswert?“ oder „Was sind die besten Tools für Newsletter-Marketing?“.

Was bedeutet das konkret für KMU?

Die drei Begriffe fühlen sich technisch an, sind es im Kern aber nicht. Hinter allen dreien steckt dieselbe Grundidee: Wer online sichtbar bleiben will, muss Inhalte erstellen, die echten Mehrwert bieten, klar strukturiert sind und auf vertrauenswürdigen Plattformen erscheinen. Das war schon vor KI eine gute Strategie, sie wird jetzt schlicht noch wichtiger. Ein erster konkreter Schritt: Überprüfen Sie, ob Ihre Webseite die häufigsten Fragen Ihrer Zielgruppe klar beantwortet. Nicht in Marketingsprache, sondern so, wie Ihre Kunden tatsächlich fragen würden.

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