Wordpress & WooCommerce: Webseite mit Online Shop | WEITBLICK Agentur
WordPress & WooCommerce: Webseite mit Online Shop2022-02-02T21:22:34+01:00

Fallstudie: Suchmaschinenoptimierung für E-Commerce Projekt während der Pandemie (Teil 2)

WordPress & WooCommerce: Webseite mit Online Shop

Wieso die User Journey wichtig ist

In Teil 1 der Fallstudie haben wir aufgezeigt, wie wichtig es ist, rasch auf Trends reagieren zu können. Wir haben in diesem Zusammenhang die Blogbeiträge aufgeführt, die für die Suchmaschinenoptimierung wichtig sind. Eine gute Positionierung bei Google wirkt sich aber erst dann effektiv aus, wenn der dadurch gewonnen Traffic auf der Webseite zu Ergebnissen führt – im Fall von We Mask zu Verkäufen über den Online Shop (sowie im kleineren Rahmen zu Anfragen für Firmenbestellungen). Damit es soweit kommt, müssen verschiedene Faktoren zusammenkommen: z. B. ein vertrauenswürdiger Auftritt, ein ansprechendes Design, flotte Ladezeiten, eine überzeugende Nutzererfahrung und eine nachvollziehbare Webseitenstruktur.

Einige Aspekte hiervon wollen wir im folgenden aufgreifen. Doch zuerst werfen wir einen Blick auf die User Journey. Wir unterscheiden bei We Mask dazu drei Typen von Besuchern:

  • Erstkontakte (ca. 75% des Traffics)

  • Researcher (ca. 10%)

  • Kaufwillige (ca. 5%)

Dazu kommen noch ca. 10%, die sich nicht eindeutig einer Gruppe zuordnen lassen. Sie kommen meist über Verlinkungen zu We Mask.

Eines haben alle diese Zielgruppen gemein:

0% der Besucher:innen
starten ihre User Journey auf der Startseite

Worin sich die drei Gruppen unterscheiden, untersuchen wir im folgenden genauer.

Erstkontakte

Diese Nutzergruppe kommt zum ersten Mal in Kontakt mit We Mask. Durch eine Online Recherche nach “stoffmasken” oder einem ähnlichen Begriff gelangen sie in den meisten Fällen über Suchmaschinen auf die Webseite. Diese Nutzergruppe verfolgt zwei Ziele:

  • Die beste (oder günstigste) Stoffmaske finden

  • Eine (oder mehrere) Stoffmasken kaufen

Obwohl es sich aus Sicht von We Mask um einen Erstkontakt handelt, besteht eine intakte Chance, dass es unmittelbar zum Kauf kommt. Um die Chance hierfür zu erhöhen, ist es entscheiden, die potenziellen Kunden sowohl von den angebotenen Stoffmasken als auch von sich als Anbieter zu überzeugen. Entsprechend wichtig ist es, auf der Startseite bereits folgendes zu vermitteln:

  • Wer sind wir? Was zeichnet uns aus und wieso sollte man seine Stoffmasken genau bei uns bestellen?

  • Was bieten wir an und welches Produkt passt zu dir?

Fühlen sich die Kunden in den ersten Augenblicken angesprochen, stehen die Chancen gut, dass sie sich genauer über das Produktsortiment informieren.

0% der Startseitenaufrufe
führen weiter in den Shop oder direkt zu einem Produkt

Für den Kaufentscheid sind jedoch noch weitere Faktoren entscheidend – viele davon liegen jedoch ausserhalb des unmittelbaren Einflussbereichs des Online Shops:

  • Sortiment (z. B. Produktauswahl & Grössen)

  • Individueller Geschmack (z. B. Farben & Design)

  • Preis (durch hohe Qualität, biologische Materialien und lokale Produktion)

Anhand der User Journey für die Erstkontakte haben wir vor allem die Startseite mehrfach überarbeitet, um die jeweils relevanten Informationen möglichst gut sichtbar platzieren zu können. Einerseits liessen wir Erkenntnisse aus der Suchmaschinenoptimierung einfliessen, andererseits platzierten wir Aktualitäten oder Produktneuheiten gut sichtbar weit oben auf der Startseite. Dadurch konnten wir sicherstellen, dass die Inhalte, die die Webseitenbesucher in den ersten Sekunden auf wemask.ch vorfanden, sowohl aktuell als auch relevant für sie sind.

Researcher

Diese Besuchergruppe kennt We Mask bereits, beispielsweise von einer früheren Recherche oder durch eine Empfehlung. Solche Personen bringen daher ein gewisses Mass an Vorwissen mit und interessieren sich in den meisten Fällen vornehmlich für die Produkte. Sie navigieren relativ direkt zu ihrem Wunschprodukt oder vergleichen nochmals die Angebote in der Shop-Übersicht.

Indem viele Informationen direkt auf der Produktseite untergebracht wurden, bestand bei Interessenten kaum das Bedürfnis, sich in den FAQ oder in der Anleitung weiter zu informieren. Die entsprechenden Seiten wurden nur von ca. 2% aller Besucher:innen angeschaut.

Recherche auf Mobile, Kauf auf Desktop

Die folgende Auswertung zeigt, dass die Webseite mehrheitlich über Smartphones aufgerufen wurde. Aber auch Computer & Laptops konnten gut 40% des Traffics beisteuern. Beim Umsatz zeigt sich das gegenteilige Bild. Ein möglicher Grund dafür ist, dass sich viele nach wie vor gewohnt sind, ihren Online Einkauf über einen grossen Bildschirm abzuwickeln. In solchen Fälle diente der Aufruf übers Handy vor allem der Recherche.

Besucher:innen nach Gerätekategorie

Umsatz nach Gerätekategorie

Kaufwillige

Diese Besuchergruppe hat ihren Kaufentscheid bereits gefällt. Sie weiss, welche Produkte sie bestellen möchte und absolviert den Kaufvorgang ohne grosse Umschweife.

Besuchsdauer und Umsatz

Wie lange brauchen Käufer:innen eigentlich, bis sie ihren Kauf abgeschlossen haben? Dazu haben wir die Besuchsdauer in 5-Minuten-Blöcke unterteilt und ausgewertet, wie sich der Umsatz auf diese Gruppen verteilt.

Es zeigt sich, dass nur ein Bruchteil der Besucher:innen weniger als 5 Minuten benötigten, um einen Kauf zu tätigen. Die grosse Mehrheit nahm sich deutlich mehr Zeit – einige sogar über 20 Minuten.

Umsatz nach Besuchsdauer

Seitentiefe und Umsatz

Wer länger im Online Shop verweilt, schaut sich auch mehr Seiten an. Wir aber wollten es genauer wissen. Daher haben wir den Umsatz auch nach Seitentiefe ausgewertet. Im direktesten Fall braucht es bis zum Kauf 3 Seitenaufrufe: Einstieg auf der Produktseite → Checkout → Bestellbestätigung. Die gut 5%, die weniger als fünf Seiten aufriefen, decken sich praktisch 1:1 mit der Grösse der Besuchergruppe der Kaufwilligen. Wie sich zeigt, rief die grosse Mehrheit der Käufer:innen aber deutlich mehr Seiten auf – startete also z. B. auf der Startseite, suchte sich auf der Shop-Seite ein Produkt, verglich dann mehrere Angebote und versicherte sich im Warenkorb über den Gesamtpreis, bevor die Bestellung abgeschlossen wurde.

Umsatz nach Anzahl besuchter Seiten

Allen Zielgruppen gerecht werden

Als Webseitenbetreiber steht man immer vor der Herausforderung, verschiedenen Anspruchsgruppen gerecht zu werden. Bei We Mask konnten wir die verschiedenen User Journey gut abdecken: einerseits durch einen systematischen Aufbau der Startseite (der Erstkontakten den Einstieg erleichtert), andererseits durch eine klare Navigation und diverse interne Verlinkungen (um für Researcher und Kaufwillige den Weg zum Ziel so kurz wie möglich zu gestalten). Zudem trägt auch die Suchmaschinenoptimierung viel zu einem guten Nutzererlebnis bei. Denn wer über Google bereits beim gesuchten Inhalt landet, ist sofort interessiert und es besteht keine Gefahr, sich auf der Webseite zu verlieren.

Tipp: Visualisieren Sie Ihre User Journey

Welche Schritte durchläuft ein potenzieller Kunde vom ersten Berührungspunkt mit Ihrem Unternehmen bis zum Kauf? Zeichnen Sie die verschiedenen "Routen" auf und überlegen Sie sich, welche Berührungspunkte Sie aktiv mitgestalten können.

Der Online Shop

Viel Traffic bedeutet noch lange nicht, dass ein Online Shop auch erfolgreich ist. Entscheidend ist hierfür einzig, wie viele Verkäufe tatsächlich generiert werden und wie hoch der Umsatz liegt. Gut veranschaulichen lässt sich das anhand des Sales Funnels, der aufzeigt, welche Schritte Webseitenbesucher auf Ihrem Weg zum Kauf nehmen.

Conversionrate und Umsatz je Besucher

Die folgende Grafik zeigt, welche Meilensteine Käufer:innen bei ihrem Einkauf im Online Shop von We Mask erreichen. Es zeigt sich dabei, dass fast die Hälfte jener, die ein Produkt in den Warenkorb gelegt haben, dieses dann auch tatsächlich gekauft haben.

E-Commerce Funnel

Betrachtet man die Auswertung aus einer anderen Perspektive, kristallisieren sich folgende zwei Kennzahlen heraus:

0 von 100 Besuchern
tätigen eine Bestellung
Ø CHF 0
Umsatz je Besucher

Insbesondere der Umsatz je Besucher ist interessant. Denn steigt der Traffic, skaliert der Umsatz mit. Dies bedingt jedoch, dass der zusätzlich gewonnene Traffic ähnlich gut konvertiert.

Ein paar Fakten zum Online Shop

523

Das war die maximale Zahl gleichzeitig aktiver User im Shop.

WordPress

Das CMS, welches für ein solches Projekt prädestiniert ist.

WooCommerce

Eine WordPress-basierte E-Commerce Lösung, die sich optimal für solche Projekte eignet.

Stripe

Der eingesetzte Anbieter für die Zahlungsabwicklung mit einfacher Einrichtung.

Tipp: Wordpress & WooCommerce

Es gibt Dutzende Möglichkeiten, eine Webseite mit Online Shop aufzubauen. Es gibt dabei nicht die "beste" Lösung. Achten Sie aber darauf, dass das gewählte Systeme flexibel erweiterbar ist und die lokal verbreiteten Zahlungsmöglichkeiten abdeckt.

Page Builder für maximale Flexibilität

In Teil 1 der Fallstudie haben wir aufgezeigt, wie wichtig es ist, rasch auf Trends reagieren zu können. Wir haben dazu vor allem die Blogbeiträge aufgeführt, die für die Suchmaschinenoptimierung wichtig sind. Die optimale Abdeckung der User Journey erfordert jedoch, auch innerhalb bestehender Seiten einfach Anpassungen vornehmen zu können.

Hier kommen die Page Builder ins Spiel, für die es bei WordPress eine inzwischen unüberblickbare Auswahl gibt. Im Kern erfüllen Sie alle den gleichen Zweck: Seitenlayouts ohne fixe Programmierung erstellen und jederzeit anpassen zu können. Das gibt uns die Möglichkeit, Änderungen am Inhalt der Webseite unmittelbar umzusetzen.

In folgenden Szenarien zahlen sich Page Builder besonders aus:

  1. Wir erkennen, dass ein Produkt besonders gefragt ist. Wir kreieren dazu ein “Bestseller”-Element, um das Produkt von den anderen Artikeln abzuheben.
  2. We Mask lanciert eine neue Stoffmaske. Um sie schneller bekannt zu machen, platzieren wir ein Element mit Infos dazu auf der Startseite relativ weit oben. Sobald die Verkäufe anziehen, verschieben wir die Sektion weiter nach unten.
  3. Die Lieferfristen eines Produkts verlängern sich. Anstatt sich auf die dezenten Hinweise im Shop selbst zu verlassen, kommunizieren wir dies über eine gut sichtbare Box, die wir vorübergehend auf der Produktseite im Beschreibungstext platzieren.

Synergien führen zum Erfolg

Ohne Online Shop keine Verkäufe – ohne Webseite keine Besucher – ohne Inhalte keine Sichtbarkeit. In diesem Teil der Fallstudie haben wir aufgezeigt, wie diese Themen zusammenhängen und dass es entscheidend ist, die verschiedenen Aspekte – egal ob technisch & inhaltlich – in einem solchen Projekt gleichermassen zu berücksichtigen.

Aus der Perspektive des Marketing und der Kundenakquise kann Suchmaschinenoptimierung alleine ausreichen, in vielen Fällen ist man jedoch darauf angewiesen, auch über andere Kanäle seine Zielgruppe zu erreichen. Wie wir das bei We Mask angegangen sind, zeigen wir im letzten Teil der Fallstudie.

Teil 1

Suchmaschinen-optimierung

Teil 3

Digitale Marketing Massnahmen

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Fallstudie We Mask

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