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Schritt-für-Schritt Anleitung: Wie Sie WordPress selbst auf die neuste Version aktualisieren

WordPress ist eines der beliebtesten CMS auf der Welt. Unsere Agentur setzt beim Webdesign zur Zeit ausschliesslich auf WordPress. Die opensource Anwendung hat viele Vorteile, eine der grössten ist, dass sie laufend aktualisiert und verbessert wird, dies führt aber auch zu einem Nachteil. Laufende Optimierungen bedeuten, dass die verschiedenen Kompenenten der Webseite (WordPress, Plugins & Themes) häufig aktualisiert werden müssen. In unserem Blogartikel zeigen wir, wie die Webseite selbst aktualisiert und sicher gehalten werden kann. Wenn eine Webseite regelmässig aktualisiert wird, müssen Sie sich keine Sorgen bzgl. Sicherheit machen.

WordPress selbst Aktualisieren – Unsere Checkliste

WordPress zu aktualisieren, ist nicht schwierig, allerdings gibt es ein paar Punkte zu beachten.

  1. Erstellen Sie IMMER ein Backup, bevor Sie WordPress aktualisieren. Wenn etwas schief geht, können Sie so jederzeit das Backup wiederherstellen. Wir von der Weitblick Agentur empfehlen folgende Plugins:
    • UpdraftPlus (einfache Ein-Klick-Lösung für Backup & Wiederherstellung, Backup kann automatisiert werden und automatisch in der Cloud gespeichert werden)
    • WP Clone (einfache Ein-Klick-Lösung für Backup und Wiederherstellung; funktioniert allerdings nicht mit allen Hostings)
    • Duplicator
    • BackWPup (ermöglicht allerdings keine automatische Wiederherstellung, dafür können Backups automatisch angelegt werden)
  2. Installieren Sie ein Maintenance Plugin und aktivieren den Maintenance Modus. Alle nicht eingeloggten Personen sehen so eine “Holding Page” während eingeloggte Administratoren die gesamte Webseite testen und betrachten können. Gerade bei Online Shops, bei denen das Testing länger andauert, sollten Sie diesen Schritt beachten. Denn so ist sichergestellt, dass in der Zwischenzeit keine Fehler beim Bestellprozess passieren können. Der Bestellprozess ist speziell bei der Verwendung von verschiedenen WooCommerce Plugins von verschiedenen Anbietern genau zu überprüfen.
  3. Vor dem Update: Fahren Sie mit der Maus im Backend in der schwarzen Sidebar links über “Dashboard” und klicken Sie dann auf “Aktualisierungen”. Sie sehen hier anschliessend verfügbare Updates. Bitte überprüfen Sie folgendes, bevor Sie ein Update durchführen:
    • Gibt es eine Aktualisierung für Ihr Thema und wenn nicht, ist es kompatibel mit der neusten WordPress Version? Entsprechende Informationen finden Sie im Changelog Ihres Themas. Googlen Sie diesbezüglich “Name Ihres Themas” + “Changelog”.
    • Sind Ihre Plugins mit der neusten WordPress Version kompatibel? Informationen diesbezüglich finden Sie gleich im “Aktualisierungen” Fenster in Ihrem Backend. Dort sehen Sie bei jedem Plugin in den unteren Zeilen folgende Information:”Kompatibilität mit WordPress 4.7.3: 100% (laut Autor)”, ansonsten sehen Sie im Changelog des Plugins nach.
    • Wenn Sie ein Shop Plugin wie Woo-Commerce verwenden: Checken Sie bei jedem einzelnen Plugin, welches WooCommerce mit Funktionen erweitert, ob es mit der neusten Woo-Commerce Version kompatibel ist. Ansonsten kann es zu Fehlern bei Bestellungen, Zahlungen etc..
  4. Aktualisieren Sie erst, wenn Sie die Kompatibilität mit der neusten WordPress Version abgeklärt haben. Ansonsten kann es zu verschiedenen Fehlern auf Ihrer Webseite kommen. Was in einem längeren Fehlersuchprozess führt (siehe Punkt 7).
  5. Aktualisieren Sie Plugins, Thema und WordPress in folgender Reihenfolge. Bleiben Sie während den Updates auf der Seite, auf der Sie die Updates gestartet haben. WordPress schaltet automatisch in den Wartungsmodus – während dieser Zeit ist Ihre Webseite nicht erreichbar. Einige Updates können durchaus mehrere Minuten dauern, vor allem wenn Sie mehrere Plugins oder Themen gleichzeitig aktualisieren. Sollten Probleme auftauchen, werden diese auf der Seite angezeigt – folgen Sie den Anweisungen und googlen Sie den Fehler in Zusammenhang mit Ihrem Plugin. Wenn Sie keine Informationen dazu finden – setzen Sie sich mit dem Pluginentwickler in Verbindung (bitte beachten Sie, dass Sie dafür aktive Lizenzen benötigen).
    1. Zuerst die verschiedenen Plugins (am Schluss WooCommerce)
    2. anschliessend das  Thema und
    3. zuletzt WordPress.
  6. Testen Sie Ihre Webseite (am besten nach jedem Schritt): Um sicherzustellen, dass sich keine Fehler eingeschlichen haben, machen Sie mindestens Stichproben und kontrollieren Sie die Darstellung und verschiedenen Funktionen Ihrer Webseite. Wenn Sie ein Cache-Plugin installiert haben, löschen Sie nach allen Updates den Cache.
  7. Unabhängig davon, ob Sie einen Fehler in der Darstellung bemerken oder der Bestellprozess mit WooCommerce nicht funktioniert, mit folgender Schritt-zu-Schritt-Anleitung finden Sie den Fehler und setzen das Plugin manuell auf die alte Version zurück:
    1. Falls Sie es noch nicht getan haben, aktivieren Sie den Maintenance-Modus, damit Webseitenbesucher keine fehlerhafte Webseite vorfinden.
    2. Deaktivieren Sie alle Plugins.
    3. Anschliessend aktivieren Sie jeweils einzeln jedes Plugin und testen die Webseite, bis das störende Plugin gefunden wird. Nach jeder Aktivierung sollten Sie den Cache löschen (wenn Sie ein Cache-Plugin installiert haben).
    4. Wenn Sie das störende Plugin gefunden haben: Laden Sie das Backup der Webseite herunter und suchen Sie sich unter wp-content/plugins den Ordner des Plugins.
    5. Loggen Sie sich via FTP auf Ihrer Webseite ein und navigieren zum Plugin Ordner.
    6. Suchen Sie dort den Plugin-Namen und ergänzen den Ordnernamen mit”_old” (nun funktioniert das Plugin nicht mehr, die Dateien wären aber noch vorhanden”.
    7. Laden Sie den Plugin Ordner (vom fehlerverursachenden Plugin) vom Backup auf den FTP unter wp-content/plugins.
    8. Gehen Sie auf die WordPress Webseite auf die Plugins-Seite und aktivieren Sie die alte Version des Plugins und löschen Sie den Cache. Testen Sie die Webseite erneut.
  8. Wenn alles funktioniert, wie es sollte, erstellen Sie ein neues Backup. Behalten Sie jedoch das vorherige, falls doch ein Fehler vorhanden ist, den Sie beim Testen nicht gefunden haben.

Der Prozess ist für Ungeübte meist sehr zeitaufwendig und nervenaufreibend. Deshalb bieten wir WordPress-Service-Verträge an, bei welchen wir uns regelmässig um die Aktualisierung kümmern. Mehr dazu finden Sie hier

Sicherheit bei WordPress

Unter folgendem Link finden Sie detaillierte Informationen zum Thema WordPress-Sicherheit: https://bestvpn.org/bloggers-guide-to-wordpress-security/
Der Artikel ist auf Englisch, dafür ist er sehr umfassend und hilfreich, wenn Sie sich selbst um das Thema Sicherheit bei WordPress kümmern wollen.
Hier die wichtigsten Themen in der Übersicht:

Autor

Nicole Bollinger-Grüninger ist Mitgründerin und Teilhaberin der Weitblick Online Agentur.