Selbst entwickeln mit Claude, Lovable und ChatGPT: drei Wege, eure WordPress-Seite weiterzubringen

KI-Tools verändern, wie Webseiten entstehen. Mit Claude oder ChatGPT lasst ihr euch Texte, Strukturen oder fertigen Code für eure Seite schreiben. Mit Tools wie Lovable oder Framer entsteht in wenigen Minuten eine fertig gestaltete Seite vor euren Augen. Das geht schnell, sieht gut aus und ihr seid nicht auf den freien Slot eurer Webagentur angewiesen. Wir finden das grossartig. Und wir verstehen den Reiz, vieles selbst in die Hand zu nehmen.

Genau deshalb sagen wir es offen: Wir sind bei diesem Thema vorne mit dabei. Wir bremsen euch nicht aus, wenn ihr mit KI selbst entwickeln wollt. Wir zeigen euch, wie das, was ihr baut, sauber mit eurer bestehenden Webseite zusammenspielt. Denn genau da entscheidet sich, ob aus einer hübschen Seite auch eine Seite wird, die etwas bringt.

Die zentrale Frage ist nämlich nie „sieht die Seite gut aus“, sondern: Wie soll dieser neue Inhalt mit eurer bestehenden Webseite zusammenarbeiten? Darauf gibt es drei sinnvolle Antworten.

Weg 1: Den Inhalt direkt in eure WordPress-Seite einbetten

Ihr nehmt das, was im KI-Tool entstanden ist, und holt es auf eure bestehende Seite. Die Gestaltung wandert über Code in eure WordPress-Umgebung, und für eure Besucher fühlt sich alles wie ein Teil eurer Webseite an.

Das ist heute gut machbar, hat aber einen Haken, an den ihr von Anfang an denken solltet: Der Export aus dem KI-Tool ist Code, keine fertige WordPress-Seite. Das heisst, spätere Änderungen macht ihr nicht im gewohnten WordPress-Editor, sondern im KI-Tool oder direkt im Code.

Euer KI-Tool bleibt auch nach dem Einbau die Stelle, an der ihr Änderungen vornehmt, ausser ihr wollt die Anpassungen direkt im html-Code vornehmen. Dieser muss dann jeweils wieder frisch exportiert bzw. importiert werden. Solange ihr das wisst und einplant, ist dieser Weg eine saubere Lösung für Inhalte, die dauerhaft zu eurer Seite gehören.

Bei diesem Weg funktioniert übrigens auch euer standardmässiges Tracking ohne Probleme.

Weg 2: Auf eine separat veröffentlichte Seite verlinken

Hier lebt eure Landing Page als eigene Seite, getrennt von eurer Hauptwebseite, und ihr verlinkt darauf. Das ist ideal für Kampagnen: eine fokussierte Seite für eine Aktion, eine Anzeige oder ein ziemlich begrenztes Angebot, ohne dass ihr eure Hauptseite umbauen müsst.

Drei Dinge solltet ihr dabei im Kopf behalten:

  • Wenn die Seite über Google gefunden werden soll, muss der Inhalt für Suchmaschinen lesbar sein. Und selbst dann gilt: Externe Landing Pages werden organisch meist schlecht oder gar nicht weit vorne angezeigt. Für Inhalte, die wirklich gefunden werden sollen, empfehlen wir grundsätzlich, sie auf eure Webseite zu übernehmen. Für bezahlte Kampagnen über Ads ist eine separate Seite dagegen völlig in Ordnung, weil der Traffic ja über die Anzeige kommt, nicht über die Suche.
  • Eure eigene Marke statt fremde Adresse. Statt auf einer fremden Tool-Adresse zu landen, lohnt sich oft eine Subdomain unter eurer eigenen Domain. Das wirkt vertrauenswürdiger, bleibt in einer Hand und passt optisch zu euch.
  • Solche extern gehosteten Seiten kosten meist laufend Lizenz- oder Hosting-Gebühren. Die kommen zu den Kosten eurer Webseite dazu und gehören von Anfang an in die Rechnung.

Auch hier steht die wichtigste Frage am Anfang: Wie soll diese Landing Page mit eurer bestehenden Webseite zusammenspielen? Überlegt euch, woher eure Besucher kommen und wohin sie danach gelangen sollen.

Weg 3: Im KI-Tool entwerfen, in WordPress sauber umsetzen

Das ist der Weg, den wir am häufigsten empfehlen, und der das Beste aus beiden Welten verbindet. Ihr nutzt das KI-Tool für das, was es am besten kann: schnell Ideen sichtbar machen, Varianten ausprobieren, ein Gefühl für Gestaltung und Inhalt bekommen. Das Ergebnis dient dann als Vorlage, und wir setzen es nativ in eurer WordPress-Seite um.

Der Unterschied ist gross. Die Seite gehört danach voll zu eurer Webseite, ihr pflegt sie im gewohnten Editor, sie ist für Suchmaschinen optimal lesbar, und es fallen keine zusätzlichen Lizenzgebühren für ein externes Tool an. Ihr verliert nichts von der Geschwindigkeit der KI und gewinnt eine Seite, die langfristig wirklich euch gehört.

Wie entscheidet ihr euch?

Eine kurze Orientierung:

  • Soll die Seite über Google gefunden werden und dauerhaft bleiben? Dann Weg 1 oder Weg 3, im Zweifelsfall empfehlen wir Weg 3.

  • Ist es eine kurzfristige Kampagne mit bezahltem Traffic? Dann ist Weg 2 schnell und passend.
  • Wollt ihr selbst weiterentwickeln und trotzdem sauber bei eurer Seite bleiben? Dann lasst uns Weg 3 gemeinsam aufsetzen.

Frisch aus der Praxis: Lovable trifft WordPress

Der Anlass für diesen Beitrag war ein konkreter Fall. Einer unserer Kunden hatte eine Unterseite mit Lovable gestaltet und wollte sie mit einer bestehenden Webseite verbinden, wusste aber nicht, wie das geht. Wir haben uns gemeinsam für Weg 1 entschieden und die Seiten direkt in die bestehende WordPress-Umgebung eingebettet.

Der Ablauf sah so aus: Die internen Feedbackrunden liefen weiterhin direkt in Lovable, die Bilder und Medien wurden uns separat für den Upload zugespielt, und wir haben den Code übernommen und so angepasst, dass er mit der bestehenden Webseite zusammenpasst. Statt der in Lovable neu gestalteten Kopf- und Fusszeile haben wir die bestehenden von der Webseite verwendet, damit die Seite sich nahtlos einfügt.

Genau solche Entscheidungen meinen wir, wenn wir sagen: Es geht nicht nur darum, ob etwas mit KI gebaut werden kann, sondern wie es sich sinnvoll in das Bestehende einfügt.

Unser Versprechen

KI verändert, wie Webseiten entstehen. Wir entwickeln uns mit. Wir verstehen, dass ihr selbst mit KI-Tools entwickeln wollt, und wir zeigen euch, wie genau das mit eurer bestehenden Webseite funktioniert. Ihr müsst euch nicht zwischen „selbst machen“ und „professionell umsetzen“ entscheiden. Bei uns geht beides zusammen.

Wollt ihr herausfinden, welcher Weg zu eurem Projekt passt? Schreibt uns, wir schauen es uns gemeinsam an.

Veröffentlicht: 15. Juni 2026

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Flurin Rausch

Flurin ist Praktikant bei der Weitblick Online Agentur in St.Gallen und lernt die digitale Marketingwelt kennen und beschäftigt sich zusätzlich mit Themen rund um GEO, AEO, Automatisierungen und KI.

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