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So entscheidet Google, was „hilfreicher Inhalt“ ist und was nicht

Haben Sie sich jemals gefragt, wie Google entscheidet, welche Inhalte als „hilfreich“ gelten und welche nicht? Eine kürzlich durchgeführte Studie analysierte 260.000 Suchergebnisse, um genau das herauszufinden. Hier sind einige der Schlüsselfaktoren, die identifiziert wurden:

Schlüsselfaktoren für hilfreichen Content

E-E-A-T: Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness

Einer der wichtigsten Faktoren, die Google berücksichtigt, ist das sogenannte E-E-A-T-Prinzip (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness). Inhalte müssen fundierte Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit demonstrieren. Dies bedeutet, dass Autoren ihre Fachkenntnisse klar darstellen und durch verlässliche Quellen untermauern müssen​​.

Semantische SEO: Die Bedeutung verwandter Themen und Schlüsselwörter

Der Einsatz verwandter Themen und Schlüsselwörter ist entscheidend, ein Konzept, das als semantische SEO bekannt ist. Durch die Verwendung thematisch verwandter Begriffe kann Google den Kontext und die Relevanz Ihrer Inhalte besser verstehen. Dies führt zu einer verbesserten Platzierung in den Suchergebnissen​.

Schnelle Ladezeiten und kleinere HTML-Grössen

Die Studie fand auch heraus, dass schnellere Ladezeiten und kleinere HTML-Grössen positiv auf die Rankings wirken. Nutzer möchten nicht lange warten, bis eine Seite geladen ist, und Google belohnt Websites, die dies berücksichtigen​.

Umfassende und optimierte Inhalte für die Nutzerintention

Inhalte, die umfassend und gut für die Nutzerintention optimiert sind, schneiden in den Rankings besser ab. Informationssuchen erfordern eine tiefere Themenabdeckung als Kaufabsichten, was bedeutet, dass informative Artikel tiefer ins Detail gehen sollten. Dies stellt sicher, dass die Nutzer alle relevanten Informationen auf einer Seite finden, ohne weiter suchen zu müssen​.

Domainautorität als bedeutender Ranking-Faktor

Ein weiterer signifikanter Faktor ist die Domainautorität. Websites mit hoher Domainautorität werden von Google bevorzugt, da sie als vertrauenswürdiger und relevanter gelten. Dies bedeutet, dass etablierte Websites mit einer starken Online-Präsenz eher höhere Platzierungen erreichen.

Google’s Helpful Content Update

Das „Helpful Content Update“ von Google wurde am 25. August 2022 eingeführt und dauerte etwa zwei Wochen, bis es vollständig ausgerollt war. Dieses Update zielt darauf ab, Inhalte zu priorisieren, die für Menschen nützlich und informativ sind, und solche zu bestrafen, die lediglich für Suchmaschinen geschrieben wurden. Es verwendet ein automatisiertes maschinelles Lernmodell, um Signale auf Website-Ebene zu generieren, die in das Ranking-System von Google einfliessen​.

Optimierungsstrategien

Um sicherzustellen, dass Ihr Inhalt den Anforderungen von Google entspricht, sollten Sie:

  • Nutzerzentrierte Inhalte erstellen:
    Stellen Sie sicher, dass Ihre Inhalte speziell auf die Bedürfnisse und Interessen Ihrer Zielgruppe zugeschnitten sind. Google empfiehlt, Inhalte zu erstellen, die klare Nutzerfragen beantworten und echten Mehrwert bieten.
  • Erfahrung und Fachwissen demonstrieren:
    Inhalte sollten durch persönliche Erfahrung und tiefes Wissen überzeugen. Dies kann durch das Teilen von persönlichen Erlebnissen, das Einfügen von Originalfotos oder detaillierten Einsichten erreicht werden.
  • Technische Optimierungen vornehmen:
    Ladezeiten verbessern und HTML-Grössen optimieren. Dies erhöht die Benutzerfreundlichkeit und kann die Verweildauer auf Ihrer Website verlängern​.

Durch die Implementierung dieser Strategien können Sie sicherstellen, dass Ihre Website den aktuellen Google-Richtlinien entspricht und in den Suchergebnissen besser abschneidet.

Quelle:

How to Recover from a Google Helpful Content Update – Case Study (2024), SEO.AI

Autor

Nicole Bollinger-Grüninger ist Mitgründerin und Teilhaberin der Weitblick Online Agentur.